Hallo KatzenFreunde! Das KFF wird am 04.02.2012 temporär nicht erreichbar sein, da wir eine Serverwartung durchführen werden. Liebe Grüße, das KFF-Team!
Im Sport ist vieles möglich.
Es gibt Disziplinen aller Art und manche sind wirklich exotisch.
Kaum etwas wird ausgelassen und es ist kaum noch eine neue Sportart auszumachen.
Oder doch?
Ich wüsste da schon etwas...
*
„Miauuu!!!“
Was’n los?
Nochmal: „Miau!“
Warum? Wieso miau?
So langsam arbeitet sich das „Miau“ durch meine Gehirnwindungen.
Und langsam dämmert es.
Oh, ich habe verpennt.
Letzte Nacht ist es wohl etwas spät geworden.
Miezka und Mowgli sind beide auf dem Bett und bestehen energisch darauf, dass Dosi endlich aufsteht. Raus aus den Federn Sklave, wir haben Hunger!
Wenn’s denn sein muss, dann stehe ich eben auf.
Obwohl ich die Augen fast nicht aufbekomme, taste ich mich in die Küche vor, um eine Dose Katzenfutter zu öffnen.
Schon der Weg dorthin ist leicht problematisch.
Denn die feliden Mitbewohner sind, um es vorsichtig auszudrücken, etwas ungeduldig.
Beide wuseln mir um die Beine und schlaftrunken, wie ich bin, muss ich aufpassen dass ich nicht auf etwas Fell- und Krallenbesetztes trete.
Auch das Herausnehmen einer Dose aus dem Regal gestaltet sich zum extravaganten Geschicklichkeitsspiel. Denn die Beiden sind sehr daran interessiert, möglichst schnell, will heissen sofort, ihr Frühstück zu bekommen und springen an mir hoch, so dass es fast nicht möglich ist, die Dose zu öffnen, ohne etwas zu verschütten. Worauf soll ich denn jetzt achten, auf die Dose oder die Fellnasen?
Aber jetzt müssen erst mal die Futternäpfe gereinigt werden. Auch das ist nicht ganz einfach, denn die Beiden werden immer aufdringlicher.
Als dann jedoch die Dose geöffnet wird und der Duft des Fellnasenfrühstücks sich verbreitet, gibt es erst recht kein Halten mehr.
Die Futternäpfe füllen geht ja noch gerade so. Doch wie ich die Näpfe auf ihren Platz auf dem Boden stellen will, ist das fast nicht mehr möglich. Obwohl es nur drei Schritte dorthin sind, werden Miezka und Mowgli fast verrückt und ich muss eine geradezu seiltänzerische Nummer durchziehen, um eben diese drei Schritte zurückzulegen.
Ruhe gibt es erst, als das grosse Mampfen einsetzt.
Noch bin ich auf nichts felliges getreten.
Später am Tag geht es zum einkaufen. Die beiden Fellnasen dürfen nicht mit, denn es geht in ein Lebensmittelgeschäft. Die Vorräte müssen aufgefüllt werden und dazu gehören auch Katzensticks.
Wieder zuhause, geht es erst mal ans auspacken und einräumen.
Die Stubentiger müssen natürlich alles beschnüffeln und begutachten.
Als jedoch die Tüte mit den Katzensticks zum Vorschein kommt, rasten sie aus!
Die wissen genau wie diese Tüte aussieht!
Jetzt gibt es kein Halten mehr, sie springen und rennen um mich herum wie zwei wildgewordene Irrwische.
Ja, Kätzchen, ihr bekommt ja jeder einen Stick, ich will mich nur auf einen Stuhl setzen.
Doch der Weg dorthin gerät zum Hindernislauf.
Denn um mich herum bewegen sich zwei Miezen in irrem Tempo.
In Schlangenlinien, immer dabei bedacht, auf niemand zu treten, versuche ich, die Sitzgelegenheit zu erreichen. Doch ganz so einfach ist das nicht. Immer wieder muss ich dem Katzenvolk mittels akrobatischer Verrenkung ausweichen. Jeder Olympische Slalomfahrer würde glatt daran scheitern.
Doch schlussendlich kann ich Platz nehmen und die Leckerlis verteilen, die auch sofort gierig verschlungen werden.
Gut, jetzt kommt die Packung in eine verschlossene Schublade, denn die cleveren Raubtiere zerlegen sonst in ihrer Gier die Packung in Einzelteile.
Aber auf dem Weg zur Schublade wird die Hoffnung nicht aufgegeben, noch einen solchen exzellenten Stick zu bekommen. Abermals muss ich einen wahrhaft olympischen Parcour meistern.
Und selbst als ich später kurz auf die Toilette gehe müssen die Beiden sich als wirkliche Bremsklötze betätigen.
Kätzchen, Dosi muss doch nur mal, Sticks gibt’s jetzt keine mehr.
Auch auf dem Rückweg gibt’s wider einen Hindernislauf um schnellbewegte Fellbündel.
Wenn das so weiter geht, werde ich Seile an die Zimmerdecke montieren und mich wie ein Affe von Zimmer zu Zimmer hangeln.
Desweiteren wäre zu überlegen, ob man Katzenhindernislauf nicht als neue Olympische Disziplin einführen könnte.
Dosis dürften allerdings nicht daran teilnehmen.
Selbst Profis hätten gegen sie keine Chance.
Rechtliche Hinweise: Die Verantwortlichkeit (gemäß TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit) für diesen Beitrag (erstellt am 04.08.2010 um 22:39 Uhr) liegt allein beim Autor . Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um sofortige [ Benachrichtigung ].
Etwaige tiermedizinische Ratschläge und Erfahrungsberichte von ersetzen in keinem Fall das Fachwissen eines Tierarztes. >>> INFO
Klasse, Mike! Eine perfekte Beschreibung eines armen geplagten Dosis!
Einmal, dass man Katzen hat, kann man nie wieder mit langen, zielstrebigen Schritten durch seine Wohnung gehen!
Und bloss nicht vergessen, nachts, auf dem Weg ins Bad, das Licht an zu machen! Ganz böser Fehler!
LG und danke für diese schöne Geschichte,
Monika
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Rechtliche Hinweise: Die Verantwortlichkeit (gemäß TMG Abschnitt 3 / Verantwortlichkeit) für diesen Beitrag (erstellt am 04.08.2010 um 23:22 Uhr) liegt allein beim Autor . Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um sofortige [ Benachrichtigung ].
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